Elektrohandwerk digital: Wie smarte Tools und Software den Arbeitsalltag erleichtern
16. Februar 2025Die Digitalisierung hat längst auch das Elektrohandwerk erreicht und verändert den Arbeitsalltag nachhaltig. Smarte Softwarelösungen, mobile Apps und moderne Messgeräte sorgen für eine effizientere Planung, schnellere Abläufe und eine bessere Kundenbetreuung. Unternehmen, die auf digitale Werkzeuge setzen, sparen nicht nur Zeit und Kosten, sondern erhöhen auch die Qualität ihrer Arbeit.
Besonders im Bereich der Auftragsverwaltung bieten digitale Lösungen große Vorteile. Statt mit Papier und unübersichtlichen Ordnern zu arbeiten, können Betriebe moderne Software nutzen, um sämtliche Prozesse zu steuern. Programme wie Craftnote oder OpenHandwerk ermöglichen eine digitale Verwaltung von Aufträgen, Materialien und Kundendaten. Techniker können per App auf alle relevanten Informationen zugreifen, direkt auf der Baustelle Fotos hochladen oder wichtige Details dokumentieren.
Auch in der Planung von Elektroinstallationen nimmt die Digitalisierung eine immer größere Rolle ein. Building Information Modeling (BIM) ermöglicht es, Elektroinstallationen bereits in der Planungsphase dreidimensional zu simulieren. Fehler können dadurch frühzeitig erkannt und behoben werden, bevor es zu Problemen auf der Baustelle kommt. Zudem ermöglicht BIM eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen Architekten, Bauleitern und Elektrofachkräften.
Ein weiteres Beispiel für die Digitalisierung im Elektrohandwerk sind smarte Messgeräte. Moderne Prüfgeräte verfügen über Bluetooth-Schnittstellen und übermitteln Messergebnisse direkt an eine App. So lassen sich Prüfprotokolle automatisiert erstellen und digital speichern, was den gesamten Prüfprozess deutlich effizienter macht.
Auch Drohnen und Augmented-Reality-Technologien gewinnen zunehmend an Bedeutung. Drohnen ermöglichen es, schwer zugängliche Stellen wie Hochspannungsleitungen oder Photovoltaikanlagen sicher und schnell zu inspizieren. Augmented-Reality-Brillen wiederum projizieren digitale Informationen direkt ins Sichtfeld des Technikers, sodass er beispielsweise Installationsanleitungen oder Schaltpläne sehen kann, ohne ein Tablet oder Papierdokumente nutzen zu müssen.
Ein weiterer Bereich, in dem Digitalisierung Zeit und Kosten spart, ist die Materialverwaltung. Smarte Systeme ermöglichen eine automatisierte Lagerhaltung, bei der Materialien selbstständig nachbestellt werden, sobald der Bestand unter einen bestimmten Wert sinkt. So können Engpässe vermieden und unnötige Wartezeiten reduziert werden.