Gefahren durch Überspannung: Wie Blitzschutz und Überspannungsschutz Geräte schützen
29. Januar 2025Unsichtbare Gefahren für Ihre Geräte
Überspannungen gehören zu den häufigsten, aber oft unterschätzten Ursachen für Schäden an elektronischen Geräten. Sie entstehen nicht nur durch direkte Blitzeinschläge, sondern auch durch Spannungsspitzen im Stromnetz, die oft bei Schalthandlungen oder durch defekte Geräte auftreten. Solche Spannungsspitzen können von wenigen Mikrosekunden bis zu mehreren Millisekunden dauern – genug, um empfindliche Geräte nachhaltig zu beschädigen.
Ob im Privathaushalt oder in Gewerbebetrieben: Die Folgen sind oft teuer. Nicht nur die Reparaturkosten oder die Neuanschaffung von Geräten, sondern auch Datenverluste und Betriebsunterbrechungen können erheblichen Schaden verursachen. Doch mit einem durchdachten Überspannungsschutz lassen sich solche Risiken minimieren.
Wie entstehen Überspannungen?
Die häufigste Ursache für Überspannungen sind Blitzeinschläge. Ein direkter Einschlag in ein Gebäude oder in die Nähe der Stromleitung kann elektrische Spannung von mehreren Tausend Volt freisetzen, die sich schlagartig im Stromnetz ausbreitet. Aber auch ohne Blitz kann es gefährlich werden: Schalthandlungen in Umspannwerken oder der Betrieb leistungsstarker Maschinen im Gewerbebereich erzeugen Spannungsspitzen, die empfindliche Geräte stark belasten können.
Die Folgen: Schäden, Datenverlust und Sicherheitsrisiken
Überspannungen können schwere Schäden an elektronischen Geräten verursachen. Insbesondere moderne Elektronik wie Computer, Fernseher oder Smart Home-Systeme ist anfällig, da die empfindlichen Schaltkreise keine Spannungsspitzen vertragen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Kurzschlüssen oder Bränden kommen, wenn die Schutzmechanismen der Geräte versagen.
Darüber hinaus bedeuten Überspannungen auch Datenverluste – etwa, wenn Server oder Speichergeräte beschädigt werden. Für Unternehmen kann dies zu hohen Kosten durch Betriebsunterbrechungen führen.
Blitzschutz und Überspannungsschutz: Ein starkes Team
Ein effektiver Schutz vor Überspannungen erfordert eine Kombination aus mehreren Maßnahmen:
- Äußerer Blitzschutz: Blitzableiter, die den Einschlag gezielt in die Erde ableiten, verhindern, dass elektrische Energie ins Gebäude eindringt.
- Innerer Blitzschutz: Überspannungsschutzgeräte in der Elektroinstallation fangen gefährliche Spannungsspitzen ab und schützen die angeschlossenen Geräte.
Die Schutzgeräte werden in drei Typen unterteilt:
- Typ 1: Schutz in der Hauptverteilung, um die größten Spannungsspitzen abzufangen.
- Typ 2: Zusätzlicher Schutz in der Unterverteilung, um weiter abgeschwächte Überspannungen zu neutralisieren.
- Typ 3: Endgeräteschutz wie Steckdosenleisten mit eingebautem Überspannungsschutz.
Beratung durch den Fachbetrieb: So schützen Sie Ihre Geräte richtig
Um die Sicherheit zu gewährleisten, sollten Blitzschutz- und Überspannungssysteme immer von Fachbetrieben installiert werden. Diese können eine individuelle Risikoanalyse durchführen und maßgeschneiderte Lösungen anbieten. Neben der Installation ist auch die regelmäßige Wartung der Schutzsysteme entscheidend, da Verschleiß oder Defekte ihre Wirksamkeit beeinträchtigen können.
Fazit
Überspannungsschutz ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Mit einer Kombination aus äußerem Blitzschutz und hochwertigen Überspannungsschutzgeräten lassen sich die meisten Schäden verhindern. Investieren Sie in die Sicherheit Ihrer Geräte – die Kosten dafür sind weitaus geringer als die Folgen eines ungeschützten Systems.